Ein spezifisches Baugerüst für Maurerarbeiten gibt es nicht, da die Anforderungen je nach Gebäude, Art der Arbeit und Einsatz von Baumaschinen unterschiedlich sein können. Es können demnach verschiedene Systeme verwendet, modifiziert oder untereinander kombiniert werden, um das Maurergerüst den Anforderungen anzupassen.
Maurergerüste werden nicht nur zum Hochziehen von neuen Wänden, sondern auch zur Sanierung alter Bausubstanz gebraucht. Wichtig ist dabei vor allem eines: Die gute Zugänglichkeit aller Bereiche des Gebäudes. Dazu zählen auch kleine Schächte, Treppen oder Zwischendecken. Folglich werden auf einem Bau auch kleinere Maurergerüste benötigt, die in den entsprechenden Winkeln und Hohlräumen des Gebäudes aufgebaut werden. Hier wird deutlich, dass es durchaus sinnvoll ist, auf verschiedene Gerüstsysteme zurückzugreifen, welche an den für sie spezifischen Stellen des Gebäudes aufgestellt werden. Außerdem muss ein Baugerüst sehr stabil sein, um auch den schweren Arbeiten mit Baumaschinen standhalten zu können.
Je nach Anforderung ist zwar jedes stabile Gerüst als Maurergerüst geeignet, es muss aber noch entsprechend modifiziert werden: Aufzüge und Rutschen am Gerüst erleichtern das Arbeiten, indem Material einfach nach oben und Schutt und andere Abfälle ebenso leicht nach unten transportiert werden können.
Als Maurergerüst werden gerne breitere 100er-Rahmengerüste verwendet. Besonders bewehrt haben sich die folgenden Gerüstsysteme der führenden Firmen Layher, Plettac, Hünnebeck und Rux:
Das Layher Blitz 109 ist ein schweres Gerüst für ebenso schwere Arbeiten. Es wird sowohl für Maurer- als auch für Steinmetzarbeiten verwendet. Das Gerüst ist 1,09 Meter breit und besteht aus verzinktem Stahl, was es besonders belastbar macht. Das gleiche gilt für die 1 Meter breiten Stahlgerüste SL 100 der Firma Plettac, das Hünnebeck Bosta 100 sowie das Rux Super 100.